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Ausgerechnet der September, der ja bekanntlich zu den schlechtesten Börsenmonaten des Jahres zählt, machte den Statistikgläubigen einen Strich durch die Rechnung. DAX und EuroSTOXX 50 TR legten um 6,41% bzw. 5,71% zu und näherten sich damit dem Jahres- und damit auch dem historischen Höchststand. Die Mehrwertphasen-Strategien, die in der Verlustphase der Börsen einmal mehr ihre geringe Abhängigkeit vom Börsengeschehen gezeigt hatten, konnten jedoch aufwärts profitieren.

Die AAB-Fonds-Vermögensverwaltung "Mehrwertphasen-Strategie Defensiv" (maximale Verlusttoleranz 7,5%) legte um 0,34% zu. Die "Mehrwertphasen-Strategie Offensiv" (maximale Verlusttoleranz 15%) erzielte gar ein Plus von 1,29%. Der "Mehrwertphasen Balance UI" (WKN A2ADXC) mit seiner maximalen Verlusttoleranz von 10% konnte im September ein Plus von 0,69% erwirtschaften. Den Monatsbericht für den "Mehrwertphasen Balance UI" können Investment-Professionals hier downloaden.

Die beiden Fonds-Vermögensverwaltungen nähern sich damit erneut ihrem Allzeithoch. Bei der offensiven Variante fehlen noch 1,72% bis zu einem neuen absoluten Höchststand, während es bei der defenesiven Variante nur noch 0,19% sind, die bis zum Allzeithoch fehlen. Die Ergebnis-Übersicht zeigt, dass bei beiden Strategien die Volatilität noch weiter zurückgegangen ist. Die Ergebnisse seit Jahresbeginn sowie über ein Jahr können sich im Vergleich zu so manchem Topseller mit doppelt und dreimal so hoher Volatilität sehen lassen. Der risikoaverse Ansatz zeigt sich auch beim Maximum Drawdown der letzten 12 Monate.


Sorge bereitet der durch die MIFID 2 vorgeschrieben Kostenausweis, den die AAB für die Fonds-Vermögensverwaltungen noch in diesem Jahr ("ex ante") an die Kunden verschicken muss. Bekanntlich müssen künftig alle Kosten auf einen Zeitraum von fünf Jahren hochgerechnet werden und dem Anleger in Euro und Cent ausgewiesen werden. Vermögensverwaltungskunden sind nun die ersten Anleger, die mit diesem neuen Gesamtkostenausweis konfrontiert werden. Viele Anleger werden den umfangreichen Zahlensalat nicht verstehen und Sätze wie "Kosten und Nebenkosten sowie Gebühren führen zu einer Reduktion der individuellen Wertentwicklung." zu ihrem Nachteil deuten, weil sie nicht verstehen, dass sich an den Kosten gegenüber früher nichts geändert hat. Hier besteht also der dringende Bedarf, die Kunden auf das, was da auf sie zukommt, vorzubereiten.

Der Kostenausweis erfolgt durch Addition folgender Positionen:

  • Einstiegskosten (bei Fonds das Agio)
  • laufende Managementkosten
  • laufende Transaktionskostenpauschale
  • laufende Depotkosten (keine Depotkosten bei der Fonds-VV)

Diese Beträge werden nun mit der Zahl der Jahre der angenommenen Haltedauer multipliziert. Bei der Fonds-Vermögensverwaltung wird zusätzlich die TER der Zielfonds in die Berechnung einbezogen. Die aufaddierten Beträge sind natürlich gigantisch und ohne weitere Erläuterungen für den Anleger wohl kaum verständlich. Für einen Muster-Anleger mit einem Anlagebetrag von 40.000 Euro sieht das bei der AAB wie folgt aus:

Alleine schon durch die Rabattierung oder Streichung einer Einstiegsgebühr verändern sich die Zahlen massiv, was für Anleger natürlich kaum erkenntlich ist. Ob der Kostenausweis individuell pro Kunde (und damit ggfs. auch mit dem reduzierten oder völlig gestrichenen Agio) erfolgt, muss noch geklärt werden. Allerdings haben auch Anleger, die eine Einstiegsgebühr bzw. ein Agio gezahlt haben, dieses ja längst bezahlt, so dass die Einbeziehung in die Hochrechnung der künftigen Jahre einen zusätzlich falschen eindruck vermittelt.

Wenn Anleger angesichts dieses Kostenausweises die "Flucht ergreifen wollen", so steht als Alternative der "Mehrwertphasen Balance UI" zur Verfügung. In dessen KIID ist die Kostenquote bereits MIFID 2-konform ausgewiesen. Inklusisve der TER der Zielfonds liegt die jährliche Kostenquote hier nur bei 2,51%, was im Vergleich zu einer Reihe von anderen Dachfonds aäußerst günstig ist. Mit der Beimischung von einigen wenigen defensiveren oder offensiveren Fonds kann man der Risikotragfähihkeit eines jeden Anlegers gerecht werden. AECON-Kooperationspartner finden entsprechende Vorschläge (wir nennen diese "Mehrwertfolios") im Login-Bereich dieser Website bei den Beispieldepots. Im Zweifelsfall sprechen Sie uns bitte an, damit wir Hilfestellung leisten können.