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Nachdem BNP Paribas neben der heutigen Consorsbank auch noch die DAB-Bank übernommen hatte, war klar, dass es Veränderungen geben würde. Die strategischen Überlegungen scheinen uns fundiert, denn beide Banken werden nicht etwa - wie von vielen vermutet - einfach verschmolzen. Vielmehr erhalten beide Banken ein klares Profil, mit dem sie sich künftig auch klar voneinander abgrenzen.

Künftig wird BNP Paribas das gesamte B2C-Geschäft über die Consorsbank abgewickeln. Konkret wird am Wochenende vom 12./13. November die Migration aller Konten und Depots der 580.000 Privatkunden der DAB Bank auf die Systeme der Consorsbank erfolgen. Diese Kunden sind nach erfolgter Migration dann also Consorsbank-Kunden. Die DAB wird ab diesem Zeitpunkt eine reine B2B-Bank werden und sich ausschließlich auf die Kooperation mit B2B-Partnern konzentrieren. Konsequenterweise werden in 2017 dann auch die rund 180 B2B-Partner der Consorsbank mit den von Ihnen betreuten rund 24.000 Endkunden zur DAB umziehen.

Für die Vermögensverwalter und Finanzanlagevermittler der DAB ist dies sicher eine gute Nachricht. Künftig wird der Ausbau der Systeme und Ressourcen sich ausschließlich am Bedarf der Finazintermediäre orientieren. Die oft schwierige Gratwanderung zwischen Direkt-Kundenwerbung und Betreuung von B2B-Kunden hat damit ein Ende. Zudem müssen die Kunden der bisherigen DAB-Vermittler nicht auf eine neue Konto-/Depotverbinung umgestellt werden. Schwieriger könnte es da schon für die B2B-Partner der Consorsbank werden, die sich an neue Systeme, Abwicklungen und Ansprechpartner gewöhnen müssen. Insofern ist es sicher gut, dass für diesen Schritt eine längere Vorbereitungszeit zur Verfügung steht. Viele Vermittler werden sich mit Schrecken daran erinnern, wie die Migration der ehemaligen FondsServiceBank-Depots zur DAB verlief, der dann nach Scheitern des Projektes auch noch der Übertrag an die Fondsdepot Bank folgte. Allerdings sollte man aus den damaligen Fehlern gelernt haben, was allerdings neue Fehlerquellen in der deutlich komplexer gewordenen IT-Welt nicht ausschließt.